Fazers finnische Wurzeln

Karl Fazer wurde 1866 in Helsinki geboren und entdeckte schon sehr früh seine Leidenschaft für die Schaffung süßer Geschmackserlebnisse. Seine Eltern, Dorothea und Eduard Fazer, waren von der Schweiz nach Finnland gezogen und gründeten dort bereits vor seiner Geburt ein Pelzgeschäft.

Anstatt sich am Familienunternehmen zu beteiligen, beschloss Karl Fazer - gegen den Wunsch seines Vaters - Konditor zu werden. Nachdem er in Berlin, Paris und Sankt Petersburg die Backkunst studiert hatte, eröffnete er am 17. September 1891 eine französisch-russische Konditorei in der Kluuvikatu 3, Helsinki.

Karl Fazer war sein Leben lang sehr naturverbunden und liebte die finnische Landschaft in all ihrer Vielfalt. In jüngeren Jahren verbrachte er viel Zeit damit, durch die Wälder zu streifen, und er sollte Förster werden, bevor er sich für den Beruf des Konditors entschied.

Das allgemeine Verlangen nach Fazers Köstlichkeiten wuchs und damit auch sein Angebot. Im September 1897 feierte Fazer die Eröffnung einer neuen vierstöckigen Produktionsstätte in der Tehtaankatu mitten in Helsinki.

Nach jahrelanger erfolgreicher Herstellung von Süßwaren in der Tehtaankatu Straße wurde das Gebäude zu eng für das stets wachsende Unternehmen. Karl Fazers Sohn Sven Fazer träumte von der Errichtung eines völlig neuen und modernen Werks außerhalb der Stadt.

1963 eröffnete Fazer eine revolutionäre neue Produktionsstätte im Waldgelände der benachbarten Stadt Vantaa, das natürliche Wasserressourcen, eine herrliche Umgebung sowie gute Wachstumsmöglichkeiten für das Unternehmen bot.

Vaarala factory

Heute werden alle Süßwaren von Fazer verstreut über ganz Finnland hergestellt: Schokoprodukte in Vantaa, Zuckerwaren in Lappeenranta, Gummibonbons und Pastillen in Karkkila.